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Das projekt Portolando
Interessierte Zonen
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Das Po-Delta, eine unbeständige Wassergrenze
Das Po-Delta entspricht dem letzten Abschnitt des Flusses, wo das
Flussbett sich fächerartig mit sechs Armen verbreitert und in Richtung
des adriatischen Meeres fließt: von Nord nach Süd, der Po di
Levante, der Po di Maistra, der Po di Pila (auch Po di Venezia
genannt), der Po di Tolle, der Po di Donzella und der Po di Goro, der
die Grenze mit der Emilia – Romagna kennzeichnet.
Allmählich,
wenn sich das Süßwasser mit dem Salzwasser vermischt, ändert
sich die Landschaft – vom von den Reihern frequentiertem Röhricht
zu den Lagunen, wo die Seevögel verweilen.
Das Ambiente des
Deltas ist ein sich in stetiger Entwicklung befindlicher Lebensraum,
der von dem fortschreitenden Vorrücken der auftauchenden Böden
aufgrund der Flussablagerungen gekennzeichnet wird.
Um die
Tragweite des Phänomens beurteilen zu können reicht es daran zu
denken, dass zur römisch-etruskischen Zeit die Küstenlinie grob dem
aktuellen Verlauf der Via Romea entsprach, die Chioggia mit dem
Kloster von Pomposa verbindet. Nach Zweitausend Jahren ist die
Grenze um mehr als zwanzig Kilometer vorgerückt und wird vonÜbergangslandschaften mit außerordentlichem Wert, nicht nur was
die Umwelt betrifft, sondern auch im wirtschaftlichen Sinne durch
die Züchtung der Weichtiere, insbesondere der Miesmuscheln und
Venusmuscheln, charakterisiert: von Norden, die Lagune von
Barbamarco, das Valle Burcio, das Valle Basson, die Sacca del
Canarin und die Sacca di Scardovari.
Das Territorium des Po-Delta beläuft sich insgesamt auf 400
Quadratkilometer und liegt in der Provinz Rovigo. Fast ein Drittel
dieser Ausdehnung (12.000 Hektar) wurde im Jahr 1997 von der
Gründung des Regionalparks des Po-Deltas geschützt, die neun
Gemeinden umfasst (Adria, Ariano in der Po-Ebene, Corbola, Loreo,
Papozze, Porto Tolle, Porto Viro, Rosolina und Taglio di Po).
Ein
Spiegelbild ist der südliche Abschnitt des Parks, der unter der
Gerichtsbarkeit der Emilia – Romagna den siebten Arm des Deltas
umfasst, der sich in Richtung der Valli di Comacchio in der Provinz
Ferrara bis zu den Salinen von Cervia in der Provinz Ravenna über
eine Gesamtfläche von 60.000 Hektar erstreckt.
Es handelt sich um
einen Landstrich einer der wichtigsten Feuchtgebiete und zwar nicht
nur des Mittelmeerraums, sondern von ganz Europa. Er ist nicht nur
wegen der Vielfältigkeit der Landschaften so außergewöhnlich –
Flüsse, Lagunen, Wälder – und dem Reichtum der Fauna - denkt
man an die Nistplätze der Flamingos – sondern auch wegen der
kulturellen Werte, die im venetischen Gebiet von historischen
Zentren wie Adria und von Orten mit außerordentlichem historischen
Wert wie der Kirche von San Basilio, einem Punkt auf der Etappe auf
der antiken Via Popilia, belegt werden.
Das Navigieren im Delta: Bojen und weiß-rote Dreiecke
Die effektivste Methode, um die Delta-Gebiete zu entdecken, sind
die Wasserwege, die von Booten unterschiedlicher Art befahren
werden, wie von Kabinenbooten für Kreuzfahrten bis zum Haus-Boot
und vom Schlauchboot bis zum Kanu.
Die Flussschifffahrt
gliedert sich in das weite System der Wasserwege des padanisch-venetischen
Gebiets ein, das es einerseits ermöglicht, den Fluss bis
nach Cremona hinaufzufahren (und für eine begrenzte Dauer des
Jahres sogar bis zur Tessinmündung) und andererseits erstreckt es
sich entlang der adriatischen Küste von Ravenna nach Venedig und
somit bis zur Schwelle des Golfs von Triest.
Die Einfahrt in die
Wasserwege des Po-Deltas geschieht über die Flussmündungen,
entlang derer sich verschiedene Anleger befinden, oder über
Schleusen und Verbindungskanäle der verschiedenen Abschnitte
des Wasserwegs. Vom praktischen Gesichtspunkt aus, bereitet die
Flussschifffahrt keine besonderen Schwierigkeiten, auch wenn man
den Verlauf der Wassertiefen und der hereinströmenden
Strömungen berücksichtigen muss, die in den näher zum Meer
gelegenen Zonen sich mit der, der Meeresströmung
entgegengesetzten Strömung verbindet.
Die befahrbaren
Wasserwege werden von einer Art Beschilderung mit rot-weißen
Dreiecken an Pfählen und Bojen geführt, welche die Untiefen
kennzeichnen und die vorzunehmenden Manöver vorgeben.
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